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Jede Woche auf dem Schnee

Ich bin gerade mitten im intensiven Gletscher Training in Saas Fee. Wir konnten bei besten Verhältnissen viele Tage auf dem Schnee verbringen und ich konnte mich täglich verbessern und an meiner Technik arbeiten. Momentan läuft es mir wirklich sehr gut auf dem Schnee und auch meine Trainer sind zufrieden mit mir. Nächste Woche gehen wir mit meinem Team wieder einmal nach Zermatt ins Trainingslager. Dort werden wir auch wieder etwas mehr Super-G trainieren. Mein Fokus liegt jedoch ganz klar immer noch auf dem Riesenslalom. Mein erstes Ziel diese Saison ist der Weltcupauftakt in Sölden Ende Oktober. Diesen fasse ich schon seit Beginn des Sommers ins Auge und bin überzeugt, dass ich es dorthin schaffe. Nun gilt es fleissig weiter zu trainieren und stets an sich zu glauben.

Sommertraining: Vom Kraftraum wieder zurück in den Schnee

Das Sommertraining in Magglingen war dieses Jahr etwas neu, da wir einen neuen Kondititionstrainer hatten. Es gab viele Änderungen, aber es war gut. Ich habe meine Kraft, Ausdauer und Agilität verbessert. 

Mein guter Cheftrainer/Skitrainer Heini hat dieses Jahr das Skitraining schon wieder früher geplant und wir gingen Anfangs Juli schon wieder nach Zermatt. Leider haben wir dann wegen dem Wetter einige Tage verpasst, diese werden wir jedoch noch nachholen. Die gelungenen Trainingstage auf dem Gletscher waren aber genial. Bei besten Verhältnissen konnten wir täglich fast 4.5 Stunden trainieren und dabei 10 lange Trainingsläufe auf 3500 Meter über Meer machen.  Nun bin ich gerade zu Hause und erhole mich von diesen harten Trainingseinheiten, dazwischen finden jedoch immer noch Kraftraumeinheiten statt, damit die Kraft auch erhalten bleibt. In wenigen Tagen kehre ich schon wieder zurück nach Zermatt und in ein paar Wochen geht’s dann bereits wieder nach Saas Fee für das Skitraining.

Season End

Eine lange und anstrengende Saison ging letzte Woche zu Ende. Wir hatten nach den letzten Rennen noch ein paar gute Trainingstage auf dem Hoch-Ybrig. Die Bedingungen waren wirklich sehr gut und wir konnten von perfekten Pistenverhältnissen mit Winterschnee profitieren. Davor fanden noch die Schweizermeisterschaften in Zinal (Wallis) statt.

Ich fuhr dort den Super-G und konnte einen sehr überraschend guten 7. Platz erreichen. Dabei machte ich noch einen grossen Fehler, welcher mich wahrscheinlich das Podest gekostet hat. Danach folgte der Slalom. Nach einem soliden ersten Lauf, schied ich im zweiten Lauf leider aus. Zuletzt kam noch meine Paradedisziplin; Der Riesenslalom. Ich freute mich riesig nochmals auf ein tolles Rennen mit sehr guter Beteiligung, unter anderem ein paar Weltcupfahrerinnen. Mein erster Lauf war sehr gut, bis auf einen erneuten grossen Fehler. Dann hatte ich leider schon einen ziemlich grossen Rückstand, befand mich aber noch auf Platz 5. Im zweiten Lauf gelang mir eine super Fahrt und ich konnte viel Rückstand gutmachen. Für Platz 3 reichte es jedoch nur um ganz knappe 0.05 Sekunden nicht. Danach war ich logischerweise etwas enttäuscht über meinen 4. Platz. Rückblickend muss ich aber sagen, dass es ein durchaus positiver Saisonabschluss war.

Nun gilt es schon wieder nach Vorne zu schauen und bald beginnen auch schon die Vorbereitungen für den nächsten Winter.

WELTCUPPUNKTE!

WOW, was für Emotionen ich am letzten Wochenende (07.03.2021) erleben durfte. Nach langen drei Jahren mit Verletzungen und vielen harten Trainings, wurde ich endlich wieder einmal für ein Weltcup Rennen aufgeboten. Aufgrund meiner konstanten Resultate im Europacup während des Monates Februar und meinen sehr guten Trainingsresultate bekam ich einen Startplatz beim Riesenslalom im slowakischen Jasna. Meine Vorfreude war enorm und ich konnte es am Anfang kaum glauben. Wir trainierten zuvor noch einige Tage in Österreich und reisten dann mit dem Auto 8 Stunden nach Jasna. Am nächsten Tag war noch ein letztes Training geplant, dieses wurde dann jedoch wegen des Regens abgesagt Daraufhin wurde mein Rennen um einen Tag nach hinten verschoben. Meine Vorfreude wurde immer grösser. Am Renntag war ich unheimlich motiviert und mein Ziel war es mein bestes Skifahren zu zeigen, ganz egal was es am Ende für einen Rang wird. Natürlich wusste ich dass ich das Potenzial haben könnte um ein Top 30 Ergebnis herauszufahren, aber ich machte mir keinen Druck.... Und dann geschah es, dass ich mit Startnummer 45 im ersten Lauf auf den 26. Rang fuhr und ich somit beim zweiten Lauf dabei war. Am Schluss konnte ich noch ein paar Positionen gewinnen und ich beendete das Rennen auf Rang 21.

Ich bin überglücklich mit diesem Resultat und würde gerne diesen Schwung mitnehmen zum nächsten Weltcup Rennen. Leider ist die Saison doch schon beendet und es steht nur noch ein Europacup Final bevor. Ende März finden dann noch die Schweizermeisterschaften statt.